Skihelm zeigt Wucht des Aufpralles an
An der Northeastern University haben Studenten einen speziellen Skihelm mit Sensoren ausgestattet entwickelt. Der Skihelm bzw. vielmehr die Sensoren messen bei Stürzen die Stärke des Aufpralls und zeigen die wahrscheinliche Schwere der Verletzung mittels eines Farbcodes auf einem Display an.
Claudius Thomé, Direktor der Universitätsklinik für Neurochirurgie der Medizinischen Universität Innsbruck sagt im Gespräch mit pressetext.de: “Eine solche Frühinformation zur Stärke eines Traumas wäre medizinisch durchaus interessant”.
So wäre es Rettungskräften schon am Unfallort möglich zu entscheiden ob der Patient in ein “normales” Krankenhaus oder eben besser gleich in eine Spezialklinik gebracht werden muss.
Skihelm dokumentiert den Sturz
Der vom Northeaster-Team gebaute Prototyp eines Skihelmes ermittelt durch Sensoren die Wucht des Aufpralles im Vergleich zum freien Fall. Über einen LCD-Display wird ein Farbcode anzeigt. Grün steht in dem Fall für einen leichten Sturz in dessen Folge man nicht von einer schweren Verletzung ausgehen muss. Zeigt der Skihelm bzw. desses Display die Farbe rot weiss jeder Ersthelfer, dass es sich hier wohl um eine schwere Verletzung handeln muss und kann die nötigen Schritte einleiten.
Die Dokumentation des Unfalles ist für eine weitere Behandlung von enormen Wert.
“Eine Dokumentation, wie schwer ein Sturz war, ist mangels Zeugen bisher oftmals nicht gegeben”, erklärt Claudius Thomé.
Es ist extrem wichtig, dass ein Patient auf Grund des Unfallvorganges in das richtige Krankenhaus gebracht wird.
Für einen Facharzt für Knochenbrüche ist es ungleich schwerer ein Kopfverletzung richtig ein zuschätzen.
Entwicklungspotenzial eines Sikhelmes mit Dokumentationsfunktion
Markus Glanzer, Rettungsdienst-Experte beim Österreichischen Roten Kreuz erklärt: “Es macht beispielsweise einen großen Unterschied, ob der Aufschlag mit der Stirn oder mit dem Hinterkopf erfolgt”.
So könnte ein zukünftiger Skihelm auch den genauen Aufprallpunkt beim Sturz dokumentieren.
Auch kann man sich vorstellen, ob ein oder mehrer Aufpralle erfolgten.
Potenzial sieht man gerade bei vermeintlich leichten Stürzen, bei denen der Träger des Skihelmes keine Arzt aufsucht. Der Indikator am Skihelm könnte den Nutzer doch zu einer medizinischen Abklärung “überreden”.
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thorstenfentz, posted on
31. Oktober 2009 at 10:22, filed under
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